Hallo, ihr Lieben! Nachdem ich gestern meine erste Podcast-Folge zum Thema Angst und Panikattacken veröffentlicht habe, möchte ich mich in diesem Artikel auf die Lösung konzentrieren und nochmal kurz und prägnant die Dinge zusammenfassen, die mir damals geholfen haben da wieder rauszukommen. Und weil sie mir geholfen haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch dir helfen können.

Ich bin ein bisschen entsetzt darüber, dass so viele Menschen mit Angstzuständen konfrontiert sind. Es scheint heutzutage ein weit verbreitetes Phänomen zu sein. Dazu kommt noch eine Dunkelziffer von den Menschen, die nicht darüber sprechen und das alles mit sich selbst ausmachen.

In dem ersten Feedback zu meiner Podcast-Folge sagten mir viele von euch, dass das unglaublich gut tut zu wissen, dass sie nicht alleine sind und dass es anderen anscheinend auch so geht. Und natürlich auch, dass es einen Weg da raus gibt. Und den schauen wir uns jetzt mal an.

Nr. 1 – Den Grund für die Angst bewusst machen

Schau dir zunächst mal an, was der Grund für deine Angst ist. Oft sind der Grund für Angst und Stress unwahre Gedanken. Wahrscheinlich steckst du tief im Gedankenkarussel drin und hast ohne zu hinterfragen angenommen, was dir wer anders über dich und die Welt erzählt hat. Angst und Panikattacken gehen oft mit dem sogenannten spirituellen Erwachen einher. Jetzt wird der Ruf deiner Seele immer lauter und alles, was nicht mit dem übereinstimmt, kommt an die Oberfläche und zeigt sich als Angst und Panikattacken. Das zeigt also, dass irgendetwas nicht im Einklang mit deiner Seele und deiner inneren Wahrheit ist. Zur Info: was für andere wahr und richtig ist, muss nicht automatisch auch für dich wahr und richtig sein. Merke dir: es gibt genauso viele Wahrheiten wie es Menschen auf der Welt gibt.

So kannst du reflektieren und dir deine stressmachenden Glaubenssätze bewusst machen. Mach mal eine Liste und schreibe dir auf, was du so über dich und die Welt denkst. Vervollständige dazu die Sätze „Ich müsste…“, „Ich sollte…“, „Ich hätte… müssen…“. Frag dein Herz dann, ob das wirklich wahr ist. Oft hilft es ungemein, wenn man einfach nur Bewusstheit und damit etwas Licht in die verstaubten Glaubenssätze bringt. So kannst du dich erst von ihnen distanzieren. Wenn du dir deiner destruktiven Glaubenssätze jedoch nicht einmal bewusst bist, laufen sie automatisiert weiter.

Nr. 2 – Den gegenwärtigen Zustand annehmen

Diese Zauberformel wirst du von mir immer hören. Bevor du etwas in deinem Leben verändern möchtest, nimm die Situation zunächst an. Du musst nicht super happy damit sein, aber verleugnen, dass du Angstzustände hast, macht die Sache nur schlimmer und lässt sie und den Druck, der dann noch dazu kommt, nur wachsen.

Erinnere dich daran, was ich im Podcast erzählt habe – das, was mir am meisten geholfen hat, war, dass ich endlich unter Gleichgesinnten war und irgendwo, wo ich diese Angst und Panikattacken haben durfte. Das allein war sowas von wertvoll und hat mir gereicht, ich hätte überhaupt keine Medikamente gebraucht. Ich habe mich endlich nicht mehr dafür geschämt, mich nicht deswegen verurteilt, nicht mehr so getan, als ob das alles nicht da ist, sondern angenommen, Verantwortung dafür übernommen, jeden Tag darüber geredet und mich auf die Lösungen konzentriert.

Ich habe irgendwann verstanden, dass es kein „Es“ ist, das über mich kommt, sondern dass ich das alles selbst kreiere. Beschäftige dich mit dem Phänomen. Sprich darüber und lies darüber. Dann wirst du sehen es passiert nicht willkürlich. Alles Ursache und Wirkung. Du erschaffst das alles selbst und somit hast du auch die gesamte Macht darüber, es in Zukunft nicht mehr zu erschaffen.

In dieser Zeit merkst du auch, wer deine wahren Freunde sind. Das sind die, bei denen du dich nicht verstellen musst und so sein darfst, wie du bist. Auch wenn du gerade nur über deine (unsinnige) Angst reden möchtest, diese Freunde geben dir den Raum und haben vollstes Verständnis dafür.

Nr. 3 – Du musst schon mal gar nichts!

Nimm den Druck raus. Rebelliere ruhig, wenn es deiner Seele gut tut. Gönne dir eine Auszeit. Tu, was gut für dich ist. Wahrscheinlich gehörst du auch zu den Menschen, die zuerst an die anderen denken und zuletzt an sich. Nun schau, wo dich diese Denke hingebracht hat. Nimm dir folgendes als Beispiel: Im Notfall, wenn im Flugzeug die Sauerstoffmasken rausfallen, gilt es, diese zunächst sich selbst überzustreifen und dann seinem Kind oder dem Sitznachbarn. Der Hintergrund ist hier, dass du niemandem eine Hilfe bist, wenn es dir selbst schlecht geht und du schwach bist. Deswegen sollst du unbedingt zuerst an dich denken. Das ist nicht egoistisch, das hat was mit Selbstverantwortung übernehmen zu tun. Keiner wird dich am Ende dafür belohnen, dass du dich angepasst hast, deine eigenen Wünsche immer hinten angestellt hast und immer brav alles gemacht hast, was von dir erwartet wurde. Ganz im Gegenteil, dich werden Menschen bewundern, wenn du für dich selbst einstehst.

„Sei wild und frech und wunderbar“ – Astrid Lindgren

Das habe ich eben gemerkt, als ich dann so alleine mit meiner Angst und meinen Panikattacken war. In dem Moment konnte mir keiner helfen. Deswegen hilf dir selbst von vornherein und vermeide, was dir nicht gut tut. Sage Verabredungen oder Telefonate ab, die dir nicht gut tun. Du musst nicht allen und jedem gerecht werden. Nur dir. Mach dir eine Liste mit den Dingen, die du liebst und gehe ihnen nach. Auch wenn du es zunächst alleine machst. Du wirst mit der Zeit schon die richtigen Menschen anziehen, die auf deiner neuen Frequenz mitschwingen.

Nr. 4 – Nur DU entscheidest wie deine Geschichte weitergeht

Erinnere dich daran, dein Herz nach deiner inneren Wahrheit zu befragen. Und dann habe den Mut und steh dazu – auch wenn du alleine stehst. Erinnere dich daran, dass alles, absolut alles möglich ist. Die Grenzen existieren nicht in der Welt, sondern nur in unserem Verstand. Und jeder Mensch hat seinen ganz persönlichen Deal mit dem Universum/ Gott darüber, was für ihn möglich ist und was nicht. Egal, was die gesellschaftlichen Konventionen oder die Wissenschaft sagen, gleiche das immer mit deiner eigenen Wahrheit ab und überzeuge die Welt eines besseren.

Das ist das, was ich gemacht habe. Wenn ich all den Menschen geglaubt hätte, was sie mir über mich und meine Grenzen erzählt haben, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, wo ich jetzt stehen würde. Ich habe mich immer dafür entschieden, das zu verfolgen, was mein Herz mir sagt, egal wie viele „Fakten“ dagegen sprechen. Es klingt immer verrückt und unmöglich, bis es gemacht ist – es hat bis jetzt immer geklappt. Damit will ich dich dazu motivieren, das gleiche zu wagen.

Nr. 5 – Stelle dich deiner Angst

Das ist das, was Goethe damals gemacht hat und die gängige Therapieform in den psychiatrischen Anstalten. Ganz einfach genau das machen, wovor du Angst hast. Die größte Angst ist immer die Angst vor der Angst. Überzeuge deinen Verstand davon, dass er nur Fehlalarm gibt. Dass das, wovor er dich abhalten will, nicht lebensbedrohlich ist. Es ist nur eine Supermarktschlange, man! Bislang bist du immer aus diesen Situationen geflüchtet oder hast sie vermieden, stimmt’s? Damit hast du die Angst vor ihnen nur gefüttert. Begib dich in genau diese Situationen, verharre in ihnen, lass die Angst kommen und merke, wie sie nach ein paar Minuten wieder geht. Einfach so! Sie hat nur eine große Fresse und da ist absolut nicht dahinter. Wenn du das strikt verfolgst, kommt die Angst nicht mehr wieder. Was ist denn das schlimmste, was passieren kann? Ok, dann fällst du halt in Ohnmacht und dann? Ich bin schon mal an der Kasse in Ohnmacht gefallen, wurde dann von meinen Mitmenschen wieder aufgehoben, wir haben darüber gelacht und das Leben ging weiter. Welches Szenario versuchst du zu vermeiden? Genau da liegt deine größte Stärke. Spiel das Worst-Case-Szenario einmal durch und frag dich, was so schlimm daran ist.

Irgendwann bin ich sogar beim Szenario Tod angekommen. Ok, und was ist so schlimm daran? Warum hast du Angst zu sterben? Meinst du echt deine Zeit ist schon gekommen? Vertrau doch auf eine höhere Macht. Und auch, wenn deine Zeit jetzt gekommen ist und du sterben wirst, dann läuft auch das alles perfekt nach Plan und du bist sicher. Du wachst dann oben im Universum als Seele auf, merkst, dass du deinen Körper auf dem Planeten Erde zurückgelassen hast und wirst von den Engeln und geistigen Wesen mit „Welcome back“ gegrüßt. Die fragen dann: „Und? Wie war’s?“, und du kannst deine Story von deiner Erfahrung, ein Mensch zu sein, erzählen. Fakt ist, du bist überall in jeder Ecke im gesamten Universum sicher, beschützt und geborgen. Da ist wirklich nichts, wovor du Angst haben musst. Ich bin dann irgendwann mit dem Gedanken: „Scheiß drauf, dann sterbe ich halt!“, ins Flugzeug gestiegen, als ich alleine nach Buenos Aires geflogen bin. Das war es mir wert. Ich dachte ich sterbe lieber, als mich in meinem Leben so von einem unsichtbaren Gefühl, einer Angst weiterhin so krass einschränken zu lassen. Was meinst du was dir diese Art zu denken für eine Macht zurück gibt.. Das kannst du in meinem Coaching lernen.

Nr. 6 – Verändere dein Umfeld

Miste aus. Falsche Freunde, Glaubenssätze, Möbel, Klamotten, …  „Imagine a new story for your life and start living it. – Denke dir eine neue Geschichte für dein Leben aus und fang an dies zu leben.“ Erfinde dich selbst neu. Wer wolltest du schon immer sein? Visualisiere die beste Version von dir selbst. Das ist dein wahres Selbst. Und jetzt schau was du machen kannst, um in diese Version hineinzuwachsen. Neue Frisur, neues Hobby, neue Stadt, neuer Job, neue Ernährung, … Triff diese Entscheidung und das Universum unterstützt dich bei allem in der Umsetzung. Dir steht die ganze Welt offen und du gibst die Richtung vor.

Beherzige diese Tipps und schau, wie schnell Veränderung geschehen kann. Wenn du persönliche Unterstützung auf deinem Weg benötigst, schreibe mir eine E-Mail.

LOVE

Marinka

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